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Reflektionen zu Bibelversen:Galater 5:1 & Galater 2:20Matthäus 13:31, 32 & Psalm 27 Psalm 1 Jesaja 42:3 Matthäus 7:7 Lukas 8:4-15 Johannes 3:16 Matthäus 28:20 Epheser 5:8+9 & Jeremia 29:11 Joh. 10 + Römer 8 & Lukas 5:5 Jesaja 49:16 & Psalm 139:5 Lukas 7:1-10 Lukas 19:31 & Hebräer 5:8-9 Psalm 23 Jesaja 12:2 Johannes 8:12 Lukas 2:8-11 Jeremia 18:6 Matthäus 28:18+20 Matthäus 28:20 Matthäus 28:5-6 - Ostern Matthäus 5:13 Kohelet/Prediger 3:1 1. Petrus 5:7 - Psalm 37 Jeremia 17:14 |
Reflektionen zu BibelversenPsalm 23Eine Neu-Fassung aus dem 21. JahrhundertDer HERR gibt mir für meine Arbeit das Tempo an. Ich brauche nicht zu hetzen. ER gibt mir immer wieder einen Augenblick der Stille, eine Atempause, in der ich zu mir komme. ER stellt mir Bilder vor die Seele, die mich sammeln und mir Gelassenheit geben. Oft läßt ER mir mühelos etwas gelingen, und es überrascht mich selbst, wie zuversichtlich ich sein kann. Ich merke: Wenn man sich diesem HERRN vertraut, bleibt das Herz ruhig. ER ist in jeder Stunde da, und in allen Dingen, und so verliert alles andere sein bedrohliches Gesicht. Oft – mitten im Gedränge, gibt ER mir ein Erlebnis, das mir Mut macht. Das ist, als ob mir einer eine Erfrischung reichte, und dann ist der Friede da und eine tiefe Geborgenheit. Ich spüre, wie meine Kraft dabei wächst, wie ausgeglichen ich werde und mir mein Tagewerk gelingt. Darüber hinaus ist es einfach schön, zu wissen, daß ich meinem HERRN auf der Spur und daß ich, jetzt und immer, bei IHM zu Hause bin. AMEN ![]() In einer Neufassung der Japanerin Toki Miyaschina Aus dem Gebetsheft „In IHM sein“ Tag 31 am Morgen, S.65 Von Pfarrer Franz Haidinger, A-4802 Ebensee / Österreich 2009 zugesandt von Heinz Pangels 08/2010 ![]() Psalm 23 - Bibelverse Psalm 23 - die Psalmen Der Herr ist dein Hirte - trotz allem!Natürlich wünschen wir, dass uns die Sonne täglich scheint. Was ist menschlicher, als mit jeder Herzensfaser zu hoffen, dass wir von allem Unglück verschont bleiben? Liebe, Glück und Wohlergehen - mit beiden Händen möchten wir sie festhalten. Dabei wissen wir: Es gibt keine Garantie. Es gibt nicht mal einen Anspruch auf Glück. Wir leben immer auf Messers Schneide. Jeder Gang über einen Friedhof, jede Nachricht von einem Flugzeugabsturz zeigt uns: Morgen kann es zu Ende sein. Wir leben in einer unberechenbaren Welt. Und wenn wir Realisten wären, müssten wir in ständiger Angst leben vor dem Schicksalsschlag, den keiner vorhersehen kann. Aber wir sind keine Realisten. Wir sind Kinder der Hoffnung. Wir leben im festen Glauben, dass Gott uns nicht fallen lässt. Ob wir gläubig sind oder nicht: Wir alle schöpfen unseren Mut aus der Überzeugung, dass wir geborgen sind in der Liebe dessen, der uns dieses Leben geschenkt hat. Der Dichter des 23. Psalms spricht uns allen aus der Seele, wenn er sagt: "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln ... Und ob ich schon wanderte im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir." So lautet unser Glaubensbekenntnis. Wäre es anders, würden wir vor Angst vergehen. Aber - muss einem der 23. Psalm mit seiner fröhlichen Zuversicht nicht eigentlich im Hals stecken bleiben, wenn wir sehen, was zum Beispiel die Witwe des Fussballers Robert Enke durchmacht? Nicht genug, dass ihr Kind gestorben ist, dass sich ihr Mann das Leben genommen hat, muss sie nun auch mit dem Tod ihres Bruders fertig werden. Wer will da noch von Geborgenheit sprechen? Sollte uns so viel Unglück nicht doch zum Realismus derer bekehren, die sagen: Lasst uns der Wirklichkeit ins Auge sehen - es gibt keinen Gott. Da ist keiner, auf den wir unsere Zuversicht setzen dürfen. Wir sind allein in diesem finsteren Tal. Ohne Gott wäre die Angst unser ständiger Begleiter Ich verstehe jeden, der in einer solchen Lage so reagiert. Ich finde sogar, dass sich die leidende Seele in Verzweiflungsschreien entladen darf, dass sich Wut und Schmerz in lauter Klage und Anklage Bahn brechen dürfen. Nicht anders haben es die Propheten des Alten Testaments gemacht. Wenn sie vor Not nicht aus noch ein wussten, haben sie Gott regelrecht angebrüllt: "Wo steckst du? Wach endlich auf! Sieh, wie dreckig es uns geht! Hilf uns! Und beeil dich, verlier keine Zeit!" Auch für uns kann es befreiend sein, zu wissen: Wir müssen unser Leid nicht stumm hinnehmen. Nur eines glaube ich nicht: Dass uns auf Dauer damit geholfen wäre, unser Leid dem Nichts zu klagen. Dass wir die Kraft zum Weiterleben leichter aufbringen würden, wenn wir uns von Gott lossagen würden, wenn wir unsere Trauer, unsere Verzweiflung in einem leeren, gottlosen Raum abladen würden. Gerade im furchtbarsten Schmerz wird uns oft erst bewusst, wie sehr wir bisher auf Gott vertraut haben. Gerade dann leiden wir am meisten darunter, dass der Grund für unsere Lebenszuversicht erschüttert ist. Gerade dann vermissen wir diesen Gott, von dem wir uns im Stich gelassen fühlen, mehr denn je. Und gerade dann wünschen wir uns nichts sehnlicher, als so wie früher daran glauben zu dürfen, dass das Leben es gut mit uns meint und wir im finsteren Tal nicht allein sind. Ja, es mag verrückt sein, trotz allem an Gott zu glauben. Doch ohne Gott würde die Angst zu unserem ständigen Begleiter. Die Welt wird durch unseren Glauben nicht weniger unberechenbar. Aber wäre das Leben leichter, wenn wir alles Unglück blindem Zufall zuschreiben müssten? Könnte uns der Gedanke, dass es Gott nicht gibt, eher davor bewahren, in Resignation zu verfallen? Oder ist es nicht so: Gerade weil wir auf Messers Schneide leben, empfinden wir die Zusage des 23. Psalms umso beglückender: "Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln." Abtprimas Notker Wolf |
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